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Als ehemaligem Bauamtsleiter in der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf liegt mir die Entwicklung des Ortes besonders am Herzen. Das gleichberechtigte Zusammenwachsen der drei Gemeindeteile ist ein Ziel und muss gefördert werden. Eine geplante, maßvolle Siedlungsent-wicklung ist im Kontext regionaler und überregionaler Entwicklungen zu betrachten. Durch eine stärkere Orientierung an Umwelt-, Natur- und Lärmschutz ist mehr Lebensqualität möglich. Die Entwicklung sollte im Einklang mit dem bestehenden Flächennutzungsplan erfolgen und dieser nicht nach Belieben geändert werden, um Vorhabenträgern und etwaig betroffenen Dritten Transparenz und Sicherheit zu bieten. Für die gemeindliche Entwicklung ist ein gezieltes Flächenmanagement unabdingbar.

Um die Position der Gemeinde am Standort und in der Region zu stärken, müssen die Würdi-gung als Zentrum weiter mit Nachdruck verfolgt, der Wirtschaftsstandort erhalten und gestärkt sowie Gewerbe und Einzelhandel des Ortes rechtskonform gefördert werden. Dazu gehört auch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Nach wie vor sind erhebliche Anstrengungen zur Entwicklung der verkehrlichen und sozialen Infrastruktur erforderlich. Für die drei Gemeindeteile muss ein gleicher Standard angestrebt werden, wobei Investitionen besonnen und abgewogen vorzunehmen sind.

Schulen und Kindereinrichtungen bleiben primäre Aufgaben. Trotz der Nähe zu Berlin ist das kulturelle Angebot zu sichern und auszubauen; in diesem Zusammenhang muss auf das Bildungs- und Freizeitangebot für Jugendliche im kritischen Alter besonderes Augenmerk gelegt werden.

Nicht nur wegen der demographischen Entwicklung spielt eine enge und engagierte Zusammenarbeit mit den Senioren eine besondere Rolle. Auch die ärztliche Versorgung muss, gegebenenfals durch Anreize/Starthilfe für Ärzte, verbessert und das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs sollte ausgebaut werden. Die behindertengerechte Erschließung von öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen und insbesondere für Vogelsdorf eine Verbesserung der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfes müssen gewährleistet werden!

Gegenseitige Hilfestellung und unentgeldliches Engagement sind zu fördern, die Tätigkeiten in sozialen Berufen sollten aber, bei aller Nächstenliebe, auch entsprechend der geleisteten Arbeit honoriert werden. Die Gemeinde muss, zusammen mit anderen Kommunen, Druck ausüben, um dem Verdrängen von Arbeit und Arbeitern aus dem ersten in den zweiten Arbeitsmarkt entgegen zu wirken.

Die Modernisierung der Verwaltung und ein Ausbau der Dienstleistungsangebote der Gemeinde sind unabdingbar, um Entscheidungs- und Verwaltungsprozesse transparenter gestalten zu können!